Der Flussbarsch (Perca fluviatilis), ist ein in ganz Europa vorkommender Süßwasserfisch. Er gehört zu den wichtigsten Speisefischarten und wird von Fischern, Anglern, Köchen und Konsumenten geschätzt. Das weiße Fleisch ist mager und grätenarm. Typisch sind seine geteilte Rückenflosse, sowie die rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Beide Rückenflossen (besonders die vordere) sowie die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen barsch(Hartstrahlen) ausgestattet. Ein schwaches Streifenmuster aus mehreren senkrechten Streifen ist auf den Seiten erkennbar. Flussbarsche erreichen eine durchschnittliche Länge von 20 Zentimetern und werden selten schwerer als ein Kilogramm. Die größten Vertreter seiner Art erreichen über 50 Zentimeter Länge und werden bis dreieinhalb Kilogramm schwer. Mit 8 bis 10 Jahren sind sie erst 25 cm lang.

Die erwachsenen Tiere laichen in Form von Laich-Schläuchen ab, welche sekundär zu unregelmäßigen Laichbändern (auch Laichschnüre oder Laichstreifen genannt) aufreißen können und ein typisches Netzmuster tragen. In mesotrophen und eutrophen Seen konkurrieren Schwärme von jungen Flussbarschen vor allem mit Cypriniden, wie zum Beispiel den Rotaugen um Zooplankton und Zoobenthos. Ab einer bestimmten Grösse entwickeln sich Barsche zu Raubfischen, die sich dann zum Teil kannibalisch von kleineren Barschen und auch von Cypriniden oder anderen jeweils "maulgerechten" Fischen ernähren.

In tiefen Seen überwintern die Flussbarsche einzeln in großer Tiefe. Seit der Einführung des Kaulbarschs (Gymnocephalus cernuus) in zahlreiche europäische Seen hat der Flussbarsch einen neuen Konkurrenten bekommen. Bis jetzt ist noch nicht klar, wie sich dies in den nächsten Jahrzehnten auf die Artenzusammensetzung auswirken wird.