dorsch Der Dorsch gehört zur zoologischen Ordnung der Dorschartigen. Typische Erkennungsmerkmale der Dorschartigen sind die drei Rückenflossen (zwei Afterflossen) und der kräftige Bartfaden. Weitere anglerisch interessante Vertreter dieser Ordnung sind bspw. Köhler (Seelachs), Lumb, Leng, Pollack und Schellfisch.
Bei Dorsch und der ebenfalls sehr gebräuchlichen Bezeichnung Kabeljau handelt es sich um ein und denselben Fisch, dabei wird als Dorsch in Nordsee und Atlantik eigentlich das junge, nicht geschlechtsreife Tier bezeichnet, mit Eintritt der Geschlechtsreife wird es dann als Kabeljau bezeichnet.
Lediglich im Ostseeraum heißt die Art in allen Altersstufen durchgehend Dorsch.

Der Kabeljau besitzt einen länglichen Körper, die Flanken sind marmoriert, der Bauch silbrig bis gelb-weiß, die Grundfärbung passt sich dem Lebensraum an und reicht von grau-grünlich über braun bis rötlich (sog. Tangdorsche). Er besitzt eine geschwungene, deutlich erkennbare Seitenlinie. Dorsche leben als Schwarmfische meistens in Grundnähe. Sie erreichen dabei Wassertiefen von bis zu 600m, kommen aber auch in unmittelbarer Küstennähe vor. Dorsche sind Raubfische und ernähren sich von Wirbellosen (Muscheln, Garnelen, Schnecken) und von Fischen. Sie können über 45 kg schwer und über 1,5m lang werden.

Das Verbreitungsgebiet des Dorsches reicht von Ost- über Nordsee bis in den gesamten nördlichen Atlantik. Verwandte Arten auch im Pazifik. In den letzten Jahren ist in Nord- und Ostsee ein starker Rückgang der Dorschbestände zu verzeichnen, was sich u.a. leicht an den stark rückläufigen Fangquoten der Berufsfischerei in den angestammten Fanggebieten ablesen lässt. Dies wird einerseits auf eine Überfischung der Bestände und die Klima- und damit auch Meereserwärmung andererseits zurückgeführt. Letztere soll zu einer Abwanderung der verbliebenen Dorschbestände in weiter nördlich gelegene Meeresregionen geführt haben. Die bisherige Reduzierung der EU-Fangquoten für diesen wichtigen Speisefisch soll eine der Gegenmaßnahmen zur Erhaltung der Art sein, aber auch die Angel- und Sportfischerei kann ihren Teil beitragen. Durch strikte Einhaltung der Mindestmaße und den Verzicht auf gezielte Angelei auf große Laichdorsche während der Laichsaison kann ein Beitrag geleistet werden.

Die bekanntesten Angelmethoden auf Dorsch vom Boot aus sind Pilken (oft erfolgen die besten Bisse hierbei auf die Beifänger!), Naturköderangeln (Driftfischen) mit Fischfetzen oder ganzen bzw. halben Köderfischen (Hering oder Makrele sind hierbei bevorzugte Köder), die mittlere Spinnfischerei mit Blinkern oder auch Trolling. Vom Ufer aus lassen sich Dorsche ebenfalls mit der Spinnrute fangen, die bekannteste Methode ist allerdings das Brandungsangeln mit Muscheln, Fischfetzen oder Wattwürmern.