Info Monofilament

DAS SOLLTEN SIE ÜBER MONOFILE ANGELSCHNÜRE WISSEN

Von Anfang an dabei:
Als 1949, also vor inzwischen fast 60 Jahren in Deutschland erstmals monofile Angelschnüre auf den Markt kamen, war OCKERT der erste Anbieter, der sich dieser Innovation annahm und in kurzer Zeit damit weltweit präsent wurde. Mit Stolz können wir sagen: Die ganze Welt kaufte von Anfang an Angelschnüre „Made in Germany“ von OCKERT. Heute beliefern wir viele namhafte Anbieter von Angelschnüren und unsere Eigenmarke CLIMAX ist zum Maß­stab für Zuverlässigkeit und Innovation geworden.

High-Tech aus Kohle, Wasserstoff und Luft
Einfädige (monofile) Angelschnüre, be­ste­hen aus Polyamid (Nylon)-Granulat, das in einem Extruder verflüssigt und an­schlie­­ßend unter hohem Druck durch feinste Bohrungen einer Spinndüse ge­presst wird. 
Nach dem Abkühlen in einem Wasserbad wird dieser Faden um ein Mehr­faches seiner Länge gedehnt, bis er auf seinen endgültigen Durch­messer verstreckt ist. Je nach Schnur­qua­lität erhält der Faden in unterschiedlichen Tauchbä­dern spezielle Beschich­tungen für Ober­flächen­härte, UV-Be­stän­digkeit usw.
Durch die Möglichkeit, dem Grundstoff Additive wie Farbgranulate und Weich­macher zuzugeben, können Schnüre mit unterschiedlichsten Farben und Eigen­schaften hergestellt werden. Neben den Angelschnüren aus Nylon gibt es Schnü­re aus Fluorocarbon. Ursprünglich als Vor­fächer beim Fliegen­fischen verwendet, kommen sie heute immer mehr auch als Angelschnüre zum Einsatz.
Da dieses Material eine Lichtbrechung ähnlich dem Wasser besitzt, sind solche Schnüre ideal für das Angeln auf scheue Fische. Weitere Eigenschaften: Sie sinken 3 mal schneller als Nylonschnüre, sind nahezu 100 % UV-beständig, kälteunem­pfindlich und absorbieren kein Wasser, so dass die ursprüngliche Tragkraft auch nach stundenlangem Fischen erhalten bleibt.

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Vorteile monofiler Angelschnüre:
• Präziser Durchmesser. 
 Achten Sie auf Schnüre mit EFFTA-Zertifikat.
• Hohe Knotentragkraft. Mit den richtigen Knoten bis zu 100 % der linearen Tragkraft.
• Gute Tragkraft. Eine gute Monofile mit einem Durchmesser von 0,30 mm trägt bis zu 8 kg.
• Große Dehnung. Bis zu 30 % Dehnung sind ideal, um auf kurze und mittlere Distanzen ein   Ausschlitzen des Fisches im Drill zu verhindern.
• Abriebfestigkeit. Hohe Abriebfestigkeit durch   spezielle Oberflächenbeschichtung.
• Große Farbauswahl. Von transparent bis schwarz und multicolor.
• Günstiger Preis. Durch rationelle Massenproduktion.

Ein Wunschtraum – die perfekte Angelschnur 
Leider ist es nicht möglich, alle guten Ei­genschaften des Nylons in einer Schnur zu vereinen. So besitzt eine „harte“ Schnur eine hohe lineare Trag­kraft, aber geringere Knotentragkraft und Dehnung. Eine „weiche“ Schnur hingegen bietet eine geringere Tragkraft, dafür aber höhere Knotentragkraft und größere Dehnung. Um so wichtiger ist es, die spe­zifische Anwendung eines Produktes zu kennen und die einzelnen Komponen­ten bereits bei der Her­stel­lung darauf abzustimmen.

Für jede Angelart die richtige Angelschnur
In dem großen Angebot an unterschiedlichsten Schnüren kann sich der Angler genau die Schnur aussuchen, die für seine Angelart optimal ist.

Wunderschnüre und Co.
Augen auf beim Kauf! Glauben Sie nicht alles, was eine neue Wunderschnur verspricht und prüfen Sie kritisch die Durch­messer- und Tragkraftangaben. Im Zwei­felsfall fragen Sie Ihren Angelgeräte­händler. Er kann Sie gut beraten.


Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Um diesen Betrug am Angler zu stoppen, wurde vom europäischen Verband der Angelgerätehersteller ein unabhängiges Prüflabor in England beauftragt, laufend Daten wie Durch­messer und Tragkraft zu überprüfen und an korrekt arbeitende Hersteller ein Qualitätssiegel zu vergeben.
Dieses EFFTA-Zertifikat gestattet nur eine Durchmesser- und Tragkraft­ab­weichung in der Produktion von ±10 %.

Die größten Schwindel­faktoren: Durchmesser und Tragkraft
Besonders hier wird der Angler häufig belogen. So stellte der TÜV unter anderem bei Stichproben in Frankreich fest, dass bei 90 % der Schnüre Durch­messer und Tragkraft weit über die Fertigungs-toleranz hinaus falsch deklariert waren. 
In Deutschland und den meisten anderen Ländern verhält es sich nicht viel besser. So kann eine Mono­file von 0,20 mm Durchmesser nicht viel mehr als vier Kilogramm lineare Trag­kraft aufweisen, wird aber immer wieder mit Angaben jenseits der 8-kg-Marke angepriesen.

Spinnfischen:
•Geringer Durchmesser für hohe Schnur­kapa­zität 
• Gute Tragkraft 
• Gute Knoten­tragkraft 
• Mittlere Geschmeidigkeit 
• Mittlere Deh­nung 
• Helle Farbe 
• Geringes Memory

Grundfischen:
• Hohe Abriebfestigkeit 
• Hohe Tragkraft 
• Hohe Knotentragkraft 
•  Mittlere Dehnung 
• Dem Gewässergrund angepasste Schnurfarbe
Stippfischen:
• Möglichst geringer Durchmesser 
• Höchste Tragkraft 
• Hohe Knotentragkraft 
• Geringe Dehnung 
• Dem Gewässer angepasste Schnurfarbe
Pilken:
• Hohe Tragkraft 
• Hohe Knotentragkraft 
• Hohe Abriebfestigkeit 
• Geringe Dehnung 
• Kontrastreiche Schnurfarbe
 
Gehen Sie auf Nummer Sicher
Achten Sie bei Ihrem nächs-ten Schnur­kauf auf dieses Siegel oder fragen Sie nach Herstellern, die diesen Qualitätsanspruch erfüllen. Ansonsten prüfen Sie ganz einfach den angegebenen Durchmesser vor dem Kauf mit einem Mikrometer oder lassen dies Ihren Händler für sich tun. Dieser kleine Aufwand lohnt sich, denn Sie werden dafür mit mehr Sicherheit und besseren Fängen belohnt.
Um Ihnen die Auswahl der richtigen Angelschnur zu erleichtern, finden Sie nachstehend einige Erklärungen zur Bedeutung und Definition der wichtigsten Schnurkriterien.
 
Tragkraft:
Für die meisten Angler ist sie das Maß aller Dinge. Dabei spielt sie tatsächlich nur beim Lösen eines Hängers eine Rolle. Die Kräfte, die selbst ein schwerer Fisch beim Drill entwickelt, sind wesentlich geringer als man denkt.
 
Knotentragkraft:
Weil der Knoten das schwächste Glied in der Schnurmontage darstellt, ist er von beson­ders hoher Bedeutung. Korrekte Angler­knoten wie Grinner- oder doppelter Öhrknoten bringen bis zu 100% der linearen Trag­kraft. Die beste Knotenfestig­keit erhalten Sie mit CLIMAX KNOT +. Vor dem Zu­sam­men­ziehen auf den Knoten aufgebracht wird die Hitze­ent­wick­lung beim Zusammen­ziehen vermindert. Gleichzeitig verhindert CLIMAX KNOT + als Puffer das Abschnüren des Nylons bei starkem Zug.
 

Abriebfestigkeit:
Wenn man die Belastung einer Schnur durch Reibung in den Ringen, Scheuern an Hinder­nissen wie Ästen, Steinen und Muscheln im Wasser und Kontakt mit Fischzähnen be­denkt, wird die Wichtigkeit dieser Schnurei­gen­schaft verständlich. Nur Schnüre aus gutem Material und mit zusätzlicher Be­schichtung werden der Anforderung an lange Lebensdauer gerecht.

Geschmeidigkeit:
Hier muss speziell der Spinnfischer einen gesunden Kompromiss zwischen Tragkraft und Schnurhärte finden. Denn was nutzt eine Schnur, die zwar höchste Tragkraftwerte hat, aber so steif ist, dass sie von der Rolle springt und sich nicht weit werfen lässt? 

Dehnung:
Einer der Hauptvor­teile einer guten Mono­filen ist ihre Dehnung, die meist zwischen 20 und 30% liegt. Nicht zu wenig und nicht zu viel Dehnung in der Schnur ist eine „Versicherung“ gegen Fischverlust im Drill. Dieser Puffer kompensiert die Fluchten eines kämpfenden Fisches, einen zu starken Anhieb genauso wie zu strenge Einstellung der Bremse oder ungenügende Rutenaktion.

Memory-Effekt:
Vor allem harte, monofile Schnüre mit geringer Dehnung neigen dazu, sich an eine bestimmte Urform „zu erinnern“ und deren Gestalt anzunehmen. So eine Schnur, die sich schon seit langer Zeit auf einer Angelrolle befindet, springt beim Auswerfen wie ein Korkenzieher von der Spule und bleibt oft an den Ringen hängen. Später liegt sie in Spiralform auf der Wasseroberfläche und verhindert ein direktes Durchdringen beim Anhieb. Meist hilft es, die Schnur vor der Verwendung ein wenig zu strecken. 

Schnurpflege:
Die Lebensdauer einer Monofilen hängt größtenteils von der richtigen Pflege ab. 
Überprüfen Sie nach längeren Angelein­sätzen die ersten 20 Meter der Schnur auf Beschädigungen. Bei starken Kni­cken oder rauen, aufgescheuerten Stellen schneiden Sie die Schnur ab und erneuern die Montage.
Wichtig: Setzen Sie die Schnur nicht unnötig der Sonne aus und schützen Sie sie vor Austrocknung. 
Lagern Sie Ihre Schnüre an einem dunklen, feuchten Ort, z. B. im Keller.

Was tun, wenn...
Haben Sie eine Schnur von der Ver­kaufs­packung auf Ihre Rolle gespult, ist es sinnvoll, sie vor dem Angeln einige Stunden ruhen zu lassen, damit sie sich dem neuen Spulendurchmesser anpasst. So vermeiden Sie Perückenbildung und Schnurdrall.
Nach längerem Spinnfischen oder Schlepp­fischen mit schweren Blinkern oder Wobblern verdrallt sich jede Schnur. Lassen Sie die Schnur ohne Köder durch Abziehen von der Rolle im Fließwasser oder hinter dem Boot abtreiben und spulen Sie sie neu auf. Sie liegt wieder glatt und ohne Drall auf der Spule.

Schnurfarbe:
Eine Besonderheit mono­­filer Schnüre ist, dass sie sich in allen Farben herstellen lassen. Die Schnurfarbe spielt beim Fangerfolg eine wichtige Rolle. Für den Spinnangler sind wasserklare oder helle Schnüre von Vorteil. Ihre Silhou­ette ist gegen den klaren Himmel für den Fisch weniger verdächtig als dunkle Schnurfarben. Für den Grundangler sind gedeckte Farben im Ton des Gewässerunter­grundes ideal. Beim Pilken und Twistern zeigen fluoreszierende Schnüre in Gelb, Orange oder Rot die genaue Köderposition an.