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DAS SOLLTEN SIE ÜBER MULTIFILE ANGELSCHNÜRE WISSEN

Seit dem Aufkommen der ersten ge­flochtenen Angelschnüre widmet sich OCKERT der Weiterent­wicklung dieser Alternative zu monofilen Schnü­ren. Die langjährige Zusam­men­arbeit mit den innovativsten Rohstoffpro­duzenten sowie das Know-how über präzise Flechtungen sind ausschlaggebend für den weltweiten Erfolg unserer geflochtenen Schnüre. Bei Berufs- und Sportfischern in der ganzen Welt steht der Name CLIMAX als Begriff für höchste Qualität „Made in Germany“.

Geflochten ist nicht gleich geflochten
Im Gegensatz zur monofilen Angel­schnur wird eine Geflochtene aus 
mehreren Strängen, die wiederum aus hauch­dünnen Chemiefasern gesponnen sind, geflochten. Durch enge Flechtung entsteht eine flexible, extrem belastbare Angelschnur mit nur 2 bis 3% Dehnung.
CLIMAX-Schnüre werden nach dem Flechtvorgang verstreckt und durch eine spezielle Thermobehandlung gegen Abrieb und das Eindringen von Schmutz in den Schnurkörper versiegelt. 
Über die Qualität einer Geflochtenen entscheidet zum einen das hochwertige Grundmaterial, die Anzahl der Stränge, die miteinander verflochten werden, die Präzision der Flechtung sowie die nachträgliche Veredelung.

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Oval oder rund

Über die Form der Schnur, d. h. oval oder rund, entscheidet die Anzahl der Stränge, aus denen die Schnur geflochten ist. 
Eine Flechtung aus 3 Strängen (die Min­destanzahl) wird immer relativ flach bleiben, auch wenn sie noch so eng geflochten ist. Mit steigender Strangzahl und höherer Flecht­dichte wird die Schnur kompakter und „runder“.
Die aufwändige Fertigung, die gegenüber der Produktion einer Monofilen ein Vielfaches an Zeit in Anspruch nimmt, und die Qualität des Grundmaterials machen den Preisunterschied zwischen monofilen und geflochtenen Angel­schnüren aus. 
Preiswerte Geflochtene werden in der Regel aus weniger Strängen und lockerer geflochten. Sie sind daher weniger rund. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn sie sind dadurch flexibler und tragkraftstärker als extrem eng geflochtene Schnüre.

Das Material DYNEEMA
Die hochfeste Polyethylen-Faser des holländischen Chemiekonzerns DSM ist bei gleichem Gewicht 15 mal zugfester als Stahl. Mit einer Dichte von 0,95 bis 0,97 g/cm3 ist sie leichter als Wasser und schwimmt auch nach längerem Angel­einsatz hervorragend. Die Faser ist sehr lange haltbar und hat eine hohe Bestän­digkeit gegen Abrieb, nimmt keine Feuch­tigkeit auf und ist resistent gegen UV-Strahlen sowie Chemikalien – das ideale Material also für eine professionelle Angelschnur.

FLOATING, Intermediate, Fast Sinking, Super fast Sinking 
Durch die Kombina­tion verschiedener Faserarten in einem Geflecht ist es möglich, Schnüre mit individuellen Eigen­schaften und Fähigkeiten zu kreieren. 
So entstehen unter Bei­mischung leichter oder schwerer Fasern in das DYNEEMA-Geflecht oder der Verwen­dung z.B. von Bleiseelen hochschwimmende Schnüre zum Spinn- und Matchangeln, sinkende zum Grund­angeln oder beschwerte z.B. für Karpfen­vorfächer.

Der Durchmesser – eine subjektive Angabe
Viele Angler sind verunsichert, wenn Sie  wie von der Monofilen gewohnt, den Durchmesser einer Geflochtenen messen oder nach Gefühl abschätzen wollen. 
Da sich ein geflochtener Schnurkörper trotz exakter Flechtung und spezieller Ver­streckung beim Messen mit einem Mikrometer verformt und eine Laser­vermessung durch den „unrunden“ Körper der Flechtung keine Durch­messeraussage wie bei einer monofilen Schnur erlaubt, ist eine Messung nur rechnerisch möglich.
Kaufen Sie aus diesem Grund Ihre Geflochtene nach der Tragkraft und lassen Sie sich nicht von einer nicht nachprüfbaren Durchmesserangabe täuschen.

Vorteile geflochtener Angelschnüre

Null-Dehnung:
Mit nur 2 bis 3% Dehnung sind geflochtene Schnüre ideal zum Angeln auf weite Ent­fer­nungen. Der direkte Köder­kontakt meldet sofort jeden Biss und der Anhieb dringt blitzschnell zum Fisch durch. Auch beim Spinn­fischen hat der direkte Köderkontakt Vor­teile, da Sie jeden Grundkontakt sofort spüren und so manchen Hänger vermeiden können.

Höchste Tragkraft: 
Da bei vergleichbarem Durchmesser zu Monofilen die Tragkraft um ein Vielfaches höher ist, sind keine voluminösen Multirollen für den Fang von Groß­fischen nötig. Durch den geringeren Schnur­durchmesser reicht die Schnurkapazität einer Stationärrolle vollkommen aus. Sie sollte allerdings den hohen Anforderungen einer geflochtenen Schnur an gute, kreuzweise Schnurverlegung sowie der Belastung von Gehäuse, Getriebe und Schnurspule gewachsen sein. Auch die Rute muss den Kräften, die durch eine geflochtene Schnur entstehen können, standhalten.

Optimale Geschmeidigkeit:
Geflochtenen Schnüren fehlt der bei mono­filen Angel­schnüren oft lästige Memory-Effekt. Die Schnur liegt sauber auf der Spule und gleitet beim Wurf seidenweich von der Rolle ohne zu kringeln – ideale Voraus­setzung für weite, mühelose Würfe.

Hohe Knotenfestigkeit:
Nicht alle Angel­knoten, die bei monofilen Angel­schnüren gut funktionieren, sind auch für geflochtene Schnüre geeignet. 
Durch den weicheren Schnurkörper ziehen sich viele gewohnte Knoten unter Belastung auf. Mit dem Grinner- und dem doppelten Öhrknoten 
(7-fach gedreht) sowie dem Bimini-Twist-Knoten erhalten auch geflochtene Schnüre bis zu 100% ihrer linearen Tragkraft.

Farbqualität:
Im Gegensatz zu monofilen Angel­schnüren, bei denen die Farbe schon dem Grundstoff beigemischt werden kann, werden geflochtene Schnüre nachträglich eingefärbt. Naturgemäß wäscht sich die Farbe nach längerem Gebrauch etwas aus, was für den Fangerfolg nicht von Bedeutung ist.

Höhere Lebensdauer:
Dank der überragenden Qualität der hoch­wertigen DYNEEMA-Faser mit ihrer Ab­rieb­beständigkeit, geringen Feuch­tigkeits­auf­nahme, UV- und Chemikalienbeständig­keit ist eine „Gefloch­tene“ wesentlich länger haltbar als eine Monofile und der höhere An­schaffungs­preis relativiert sich ein wenig.

Die richtige Schnurpflege
Nach längerem Gebrauch, speziell beim Angeln in Salzwasser, empfiehlt sich das Auswaschen der Schnur mit Süßwasser. Nach dem Trocknen sollten Sie Ihre Geflochtene mit unseren Schnurpflegemitteln behandeln.

CLIMAX SOFT reinigt die Schnur selbst von mikroskopisch feinen Schmutzpartikeln und Chemikalien.
CLIMAX SOFT PROTECTOR umgibt die Schnur mit einem feinen, nicht fettenden Schutzfilm und schützt sie so wirkungsvoll vor schädlichen Substanzen im Wasser.

Achtung: Prüfen Sie regelmäßig die ersten 20 Meter Ihrer Schnur. Bei An­zeichen von aufgerauter Oberfläche und gerissenen Einzelfasern schneiden Sie das beschädigte Stück ab und erneuern die Montage. 
Nach der Angelsaison bewahren Sie die Schnur an einem trockenen Ort auf.
So gepflegt wird Ihnen die Schnur lange Zeit erhalten bleiben.
Geflochtene Schnüre sind bei Berufs­fischern und Hochseeanglern schon seit langem im Einsatz und werden aus Poly­esterfasern (Dacron) hergestellt. Dacron-Schnüre absorbieren Wasser und lassen sich daher dauerhaft in beliebigen Tönen einfärben. Das spezifische Gewicht dieser Faser ist höher als das von Wasser, so dass diese Schnüre leicht die Oberflächen­spannung durchbrechen und einsinken. Als Alternative kam Mitte der 90er Jahre unter dem Namen DYNEEMA oder Spectra eine neue Faserart auf den Markt. Der Erfolg dieser aus Polyethylen-Gel gesponnenen Chemiefaser war durchschlagend. Als Wunderschnüre mit gigantischen Tragkräften gepriesen, begeisterten sie Angler auf der ganzen Welt.  
Inzwischen mussten jedoch viele Angler eigene Erfahrungen mit ausgeschlitzten Fischen und Rutenbrüchen aufgrund der geringen Schnurdehnung und extrem hohen Tragkraft geflochtener Schnüre sammeln.