Ein Neurowissenschaftler verrät, was nächtliches Aufwachen über dich aussagt

23. Februar 2026

In der stillen Dunkelheit der Nacht, wenn die meisten Menschen friedlich schlummern, gibt es viele, die plötzlich wach werden und sich fragen, was geschehen ist. Dieses nächtliche Aufwachen kann weit mehr über einen Menschen aussagen, als man zunächst vermutet. Der renommierte Neurowissenschaftler Professor Dieter Riemann erklärt, dass es dabei ein komplexes Zusammenspiel von biologischen und psychologischen Faktoren gibt. Hormone wie Serotonin und Melatonin spielen eine entscheidende Rolle, aber auch unser Stresslevel und die Geduld mit uns selbst in diesen ruhigen Stunden. Erkenntnisse über die Gründe für diese nächtlichen Phasen können helfen, das Schlafverhalten zu verbessern und die Schlafqualität zu steigern.

Die Ursache für nächtliches Aufwachen

Viele Menschen erleben regelmäßig, dass sie zwischen 2 und 4 Uhr morgens aufwachen. In dieser Zeit sinkt der Melatoninspiegel, während Stresshormone wie Cortisol ansteigen. Dies kann dazu führen, dass Gedanken, die tagsüber vielleicht verdrängt wurden, übermächtig werden. Riemann spricht hier von der „Katastrophenspirale“: Negative Gedanken wie „Werde ich morgen gekündigt?“ oder „Ich schaffe das alles nicht“ tauchen auf, was die Gehirnfunktion beeinträchtigt und das Wiedereinschlafen erschwert.

Schlafverhalten und seine Auswirkungen

Das Aufwachen in der Nacht ist ganz normal und war früher sogar Teil des gewohnten Schlafmusters vieler Menschen, die oft einen ersten und zweiten Schlaf hatten. Diese Erkenntnis ist wichtig, da er Druck verringert und die natürliche Schlafarchitektur respektiert. Wer hingegen Angst hat, nicht durchzuschlafen, muss möglicherweise eine neue Perspektive auf sein Schlafverhalten gewinnen.

  • 🌙 Akzeptiere das Aufwachen – es ist normales menschliches Verhalten.
  • 📖 Beschäftige dich mit etwas Beruhigendem, um den Geist zu beruhigen.
  • 📝 Schreibe vor dem Schlafengehen deine Sorgen auf, um sie nicht nächtens zu durchdenken.

So verbesserst du deine Schlafqualität

Um die Schlafqualität zu erhöhen und nächtlichen Problemen entgegenzuwirken, gibt es mehrere effektive Strategien. Dazu gehört, elektronische Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen abzuschalten, da das blaue Licht die Melatoninproduktion hemmt. Auch das Umfeld ist entscheidend: Dunkle Vorhänge oder eine Schlafmaske können helfen, ungewollte Lichtquellen auszublenden.

Praktische Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität

Eine hohe Schlafqualität erreicht man, indem man bestimmte Rituale in die Abendroutine integriert. Hier sind einige Empfehlungen:

  • 🛁 Mach ein warmes Bad oder eine entspannende Meditation.
  • ☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten abends.
  • 🧘‍♂️ Probiere Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Yoga aus.

Mit diesen Erkenntnissen und Strategien ausgestattet, kann jeder die Kontrolle über seine Nächte zurückgewinnen und den gesunden Schlaf fördern. Es ist an der Zeit, die Angst vor dem nächtlichen Aufwachen zu mindern und stattdessen die Ruhe und Stille dieser Momente zu akzeptieren und zu nutzen.