Ein Hundetrainer verrät, wie Hunde bei Gewitter ohne Angst bleiben

23. Februar 2026

Wenn es draußen donnert und blitzt, verwandelt sich die vertraute Umgebung vieler Hunde in einen Ort der Angst und Unsicherheit. Die Naturerscheinung Gewitter kann bei den vierbeinigen Freunden Stress, Panik und sogar ernsthafte Verhaltensauffälligkeiten auslösen. Für Hundebesitzer ist es oft eine Herausforderung, den geliebten Vierbeiner in solchen Momenten zu beruhigen. Doch es gibt effektive Methoden und Techniken, um Hunde durch diese stressige Zeit zu navigieren. Ein erfahrener Hundetrainer empfiehlt, mit einer Kombination aus ruhiger Präsenz, gezieltem Training und positiven Assoziationen zu arbeiten. So wird der Umgang mit Gewittern nicht nur erträglicher, sondern Hunde können auch langfristig lernen, diese Situationen gelassener zu meistern.

Warum Hunde Angst vor Gewittern haben

Die Angst von Hunden vor Gewittern ist weit verbreitet und kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Die lauten Geräusche, die durch Donner entstehen, wirken oft überwältigend auf das empfindliche Gehör der Hunde. Diese Geräusche, geschlossen mit plötzlichen Lichtblitzen, können für Hundeinselsteinende Situationen darstellen. Zusätzlich spüren Hunde den Druckabfall, der bei einem Gewitter auftritt – und das meist verbunden mit starkem Wind und einer plötzlichen Dunkelheit, was die Angst noch verstärkt. Einige Hunde reagieren sogar auf statische Elektrizität in ihrem Fell, was zu weiterem Unbehagen führt.

Anzeichen von Angst und Stress beim Hund

Um die Angst eines Hundes während eines Gewitters zu erkennen, ist es wichtig, auf seine Körpersprache zu achten. Typische Anzeichen sind:

  • 🐶 Zurückgelegte Ohren
  • 👀 Aufgerissene Augen
  • 😰 Hecheln und Lecken an den Lefzen
  • 🙁 Eingezogene Rute
  • 😳 Gähnen, als Zeichen von Stress

Bei extremen Angstzuständen können Anzeichen wie starkes Zittern, lautes Bellen und panisches Suchen nach einem Versteck auftreten. Hierbei muss schnell gehandelt werden, um Verletzungen durch Flucht zu vermeiden.

Praktische Tipps zur Beruhigung Ihres Hundes

Hier sind zehnt praktisch bewährte Methoden, um Ihrem Hund bei Gewitterangst zu helfen:

  • 🚫 Niemals bestrafen! Eine Strafe verstärkt die negative Assoziation mit dem Gewitter.
  • 🌈 Positive Assoziationen
  • 🤗 Nicht alleine lassen! Ihre Anwesenheit wirkt beruhigend auf Ihren Hund.
  • 🛏️ Rückzugsort einrichten. Bieten Sie Ihrem Hund einen ruhigen, abgedunkelten Platz, an dem er sich sicher fühlt.
  • 🔒 Sicht und Wege nach draußen verschließen. Dadurch verhindern Sie, dass Ihr Hund panisch nach draußen rennt.
  • 🎶 Ablenkung durch Spielen oder Musik. Nutzen Sie Geräusche, um die Unwettergeräusche zu übertönen.
  • 🧘‍♂️ Gelassenheit des Halters bewahren. Ihre Ruhe überträgt sich auf den Hund.
  • 🔈 Desensibilisierung trainieren. Verwenden Sie Tondokumente von Gewittern in niedriger Lautstärke.
  • 🌼 Hausmittel wie Bachblüten in Betracht ziehen. Diese sollten jedoch vorher mit einem Tierarzt abgeklärt werden.
  • 🚶‍♂️ Warten, bis das Gewitter vorbei ist. Lassen Sie den Hund erst wieder nach draußen, wenn alles ruhig ist.

Was tun, während eines Gewitters Gassi gehen?

Wenn ein Gewitter während eines Spaziergangs überraschend aufzieht, ist es wichtig, schnell zu handeln. Drehen Sie um und suchen Sie Unterschlupf. Achten Sie darauf, Orte zu meiden, die als höchste Punkte gelten, wie Bäume oder Hügel, da sie ein erhöhtes Risiko darstellen, von Blitzen getroffen zu werden. Suchen Sie nach einem sicheren Platz für sich und Ihren Hund, weit entfernt von Wasser und unter freiem Himmel.

Der Umgang mit der Angst vor Gewittern erfordert Geduld und Verständnis. Jeder Hund ist anders, und durch kontinuierliches Training und die richtigen Strategien können Hunde lernen, Gewitter gelassener zu akzeptieren. Es liegt in der Verantwortung der Hundebesitzer, die nötige Sicherheit und Beruhigung zu bieten, damit ihre treuen Begleiter sich nicht alleine fühlen. Mit diesen Maßnahmen kann sowohl der Hund als auch sein Besitzer einen harmonischeren Umgang mit Gewittern entwickeln.