Warum Hormone bei Frauen Migräne auslösen können

16. Februar 2026

Die Migräne betrifft Frauen dreimal häufiger als Männer und ist oft das Ergebnis komplexer hormoneller Veränderungen. Insbesondere das Hormon Östrogen spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie und wann Migräneattacken auftreten. Fakt ist, dass Schwankungen im Hormonhaushalt, insbesondere während des Menstruationszyklus, zu einem erhöhten Risiko für Kopfschmerzen führen können. Eine aktuelle Studie aus Spanien zeigt, dass Sexualhormone bestimmte Nerven im Gehirn aktivieren, was die Schmerzen verstärken kann.

Mit dem Beginn der Menstruation sinken die Hormonlevel dramatisch, was als Hauptauslöser für die berühmte „menstruelle Migräne“ gilt. In den Tagen vor und nach der Regelblutung berichten viele Frauen von verstärkten Symptomen. Es ist wichtig, diesen Zusammenhang zu erkennen und geeignete Behandlungsstrategien zu entwickeln, um die Lebensqualität zu verbessern. Der folgende Artikel beleuchtet die Mechanismen, die hinter der hormonellen Migräne stehen, sowie hilfreiche Tipps zur Behandlung.

Hormonschwankungen und Migräne – Der Zusammenhang

Frauen im fruchtbaren Alter sind besonders anfällig für Migräne, da der Östrogenspiegel während des Zyklus starken Schwankungen unterliegt. Diese Hormonschwankungen beeinflussen die Botenstoffe im Gehirn, einschließlich Serotonin, und können die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen auslösen, die Migräneattacken begünstigen.

Ursachen der hormonellen Migräne

Die Hauptursache für hormonelle Migräne ist der Hormonabfall, besonders von Östrogen. Besonders kritisch sind die Tage direkt vor und nach der Menstruation. Hinzu kommen häufig Migräne-Trigger wie Stress und unregelmäßige Essgewohnheiten. All diese Faktoren können die Anfälligkeit für akute Kopfschmerzen verstärken.

Behandlungsmöglichkeiten für hormonelle Migräne

Um die eigene Migräne zu managen, hilft es, ein Migränetagebuch zu führen. So können Frauen die Zusammenhänge zwischen ihrem Zyklus und den Migräneattacken besser verstehen. Wichtige Ansätze zur Behandlung sind:

  • Medikamentöse Therapie – Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Triptane können bei akuten Anfällen helfen.
  • Hormonelle Interventionen – Langzyklus-Verhütung oder östrogenfreie Minipillen können helfen, den Hormonhaushalt zu stabilisieren.
  • Lebensstiländerungen – Ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können Migräneanfällen vorbeugen.

Menstruelle Migräne: Symptome und Erkennung

Menstruelle Migräne kündigt sich oft durch pulsierende, einseitige Kopfschmerzen an, die in klaren zeitlichen Abständen zur Menstruation auftreten. Typische Symptome sind Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Ein genaues Erkennen dieser Muster ist entscheidend, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Wann ist ärztliche Hilfe notwendig?

Wenn Migräneattacken regelmäßig mit der Menstruation auftreten, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen. Ein Gynäkologe kann über hormonelle Behandlungsmöglichkeiten informieren, während ein Neurologe bei der medikamentösen Therapie unterstützen kann. Eine enge Zusammenarbeit beider Fachrichtungen kann oftmals die besten Ergebnisse erzielen.