Ein Experte enthüllt, warum Kinder und Freunde ab 60 weniger zählen

16. Februar 2026

In der heutigen digitalen Welt, in der soziale Interaktionen zunehmend virtuell stattfinden, stellt sich die Frage, warum Kinder und ältere Menschen weniger Freunde haben. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Kinder der Generation Alpha, geboren nach 2010, immer mehr Schwierigkeiten haben, neue Freundschaften zu schließen. Dies wird vor allem auf die Digitalisierung und eine veränderte Kindheitskultur zurückgeführt, die spontane soziale Begegnungen einschränkt. Gleichzeitig erleben viele Menschen ab 60 Jahren, dass ihre sozialen Netzwerke kleiner werden, was zu einem Gefühl der Einsamkeit führen kann.

Diese Entwicklungen werfen ein wichtiges Licht auf die Art und Weise, wie wir soziale Beziehungen im Lauf unseres Lebens wahrnehmen und pflegen. Ob durch Medienkonsum oder persönliche Prioritäten – die Wahl der Freundschaften wird oft bewusster getroffen und erfordert mehr Anstrengung. Ein Experte bringt es auf den Punkt: Es spielt eine Rolle, in welchem Lebensalter man sich befindet und wie sich die sozialen Präferenzen im Laufe der Zeit verändern. Gemeinsamkeiten, das Gefühl von Vertrautheit in Beziehungen und ein aktives Streben nach sozialen Bindungen sind entscheidende Faktoren.

Die Herausforderungen für Kinder: Weniger Spielzeit, mehr Bildschirmzeit

Eine Studie der University of Michigan zeigt deutlich, dass Kinder heutzutage seltener die Gelegenheit haben, Freundschaften zu schließen. Die meisten Interaktionen finden online statt, was echte, tiefere Beziehungen beeinträchtigen kann. Kinder verbringen viel Zeit mit digitalen Medien, wodurch spontane Begegnungen im Freien und gemeinsames Spielen zurückgehen. Viele Eltern berichten von den Schwierigkeiten ihrer Kinder, Anschluss zu finden, was in einer zunehmend isolierten Kindheit resultiert. Diese Herausforderungen verlangen von Eltern und Erziehern grundlegende neue Strategien, um soziale Kontakte zu fördern.

Expertenrat: So unterstützen Eltern ihre Kinder

  • Freiräume schaffen: Bieten Sie Ihren Kindern Zeit und Raum für soziales Spielen, um spontane Freundschaften zu fördern.
  • Digitale Nutzung begleiten: Achten Sie darauf, wie viel Zeit Ihr Kind online verbringt und fördern Sie Aktivitäten ohne digitale Geräte.
  • Aktive Teilnahme: Seien Sie bei Spielen und Aktivitäten präsent, um den sozialen Austausch zu fördern und die Kinder zu unterstützen.

Freundschaften ab 60: Ein neuer Lebensabschnitt

Mit zunehmendem Alter wird das Knüpfen neuer Freundschaften oft schwieriger. Studien zeigen, dass viele Menschen ab 60 bewusst belastende oder wenig erfüllende Beziehungen aus ihrem Leben entfernen. Gleichzeitig wird die Auswahl neuer Freundschaften kritischer. Ein zunehmendes Bedürfnis nach tiefgründigen Beziehungen führt dazu, dass viele soziale Kontakte seltener werden. Diese Tendenz ist nicht zwingend negativ – sie schafft Raum für qualitative Freundschaften und emotionale Nähe.

Tipps für die Pflege sozialer Beziehungen im Alter

  • Aktiv sein: Nehmen Sie an Kursen oder Clubs teil, um neue Leute kennenzulernen und Beziehungen aufzubauen.
  • Offenheit zeigen: Seien Sie bereit, neue Freundschaften zu schließen, auch wenn dies herausfordernd ist.
  • Qualität über Quantität: Konzentrieren Sie sich darauf, tiefere Verbindungen zu entwickeln, statt viele flüchtige Bekannte zu haben.

Zusammenfassend zeigt sich, dass sowohl Kinder als auch ältere Menschen vor ähnlichen Herausforderungen in der sozialen Vernetzung stehen. Durch das Schaffen von Möglichkeiten zur Interaktion und aktives Engagement können Eltern und ältere Erwachsene jedoch dazu beitragen, dass Beziehungen trotz der Schwierigkeiten weiterhin florieren.